Autor:
Thomas Speck
Veröffentlicht am:
11. Oktober 2025

OK, Boomer! Das Totschlagargument für Faule

Nahaufnahme eines alten hölzernen Schubladenkastens, dessen kleine Fächer unregelmäßig geöffnet sind. Das warme Licht betont die Maserung des Holzes, während im unscharfen Hintergrund ein modernes, kühles Café mit Glas, Chrom und Menschen an Laptops zu erkennen ist. Aufschriften auf den schublaen zeigen, um was es geht: GenX, Boomer, Millenial, GenZ, GenAlpha. Der Kontrast zwischen alt und neu symbolisiert den Generationenkonflikt und den Versuch, Ordnung in die Gegenwart zu bringen.

‚Ok, Boomer‘ – oder: Wie man mit zwei Wörtern ganze Gespräche beerdigt. Diese Episode ist eine ironische Liebeserklärung an das differenzierte Denken – und ein Aufruf, wieder miteinander zu reden, statt nur zu reagieren. Jetzt reinhören und Teil der Generation Jetzt werden!

Es gibt Wörter, die altern schlecht. Und dann gibt es Wörter, die altern gar nicht, weil sie von Anfang an jung klingen wollten – „Boomer“ zum Beispiel.
So nennt man heute jeden, der sich erlaubt, Erfahrung über Meinung zu stellen.
Jemanden, der sich nicht damit zufriedengibt, bloß Plattitüden zu tauschen, sondern tatsächlich Diskussion sucht.
Manchmal reicht ein einziges, beiläufiges Wort, um einen ganzen Menschen zu entsorgen.

„Boomer“ ist nichts weiter als der billige Versuch, eine Argumentation zu beenden, bevor sie überhaupt entsteht – ein Werkzeug, den anderen abzukanzeln und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, bloß um nicht zugeben zu müssen, dass man falsch liegt.
Und oft trifft es jemanden, der gar keiner ist.
Ich habe gelernt, in Kommentaren im Netz über so etwas hinwegzusehen – oder es wenigstens zu versuchen.
Doch hie und da stolpert man im Alltag über ein Wort wie über einen Lego-Stein: klein, bunt, eigentlich harmlos. Aber als jemand, der Wörter noch gerne mit der Hand spitzt, statt sich mit generischen KI-Formulierungen zufrieden zu geben, ist es manchmal besonders schmerzhaft.
So ging es mir neulich wieder.

Ich saß neulich in einem Café, hmm… mir fällt auf, dass viele meiner Geschichten in einem mehr oder minder brauchbaren Caféhaus beginnen.
Café – da fiele mir eher eine andere Bezeichnung für das hier ein. Es war eines dieser Concept-Cafés: Stehtische, Hocker aus dem letzten IKEA-Schlussverkauf, Selbstbedienung, unbequem und sauteuer.

Ein Café ist so etwas wie das Terrarium der Zivilisation:
Man kann die Menschen beobachten, ohne sich ihnen wirklich nähern zu müssen.
Doch das ist unergiebiger geworden, unbefriedigender.
Ja, natürlich: man begegnet noch immer Menschen – allerdings eher ihren Frontkameras. Heute sitzen sie da, jeder in seiner kleinen Glasbox aus WLAN, Noise-Cancelling und Überforderung.

Am Nebentisch diskutierten zwei Studierende den Untergang des Abendlandes – ohne den Blick vom Handy zu heben. Ihre Argumente suchten sie dort gleich mit.
Als der ältere Herr Barista freundlich zu ihnen sagte, man könne doch die leeren Tassen bitte mit zurückbringen, wenn sie sich frischen Kaffee an der Theke holen, wischte der eine kurz nach links und sagte, ohne aufzusehen: „Ok, Boomer.“
Ich war gerade dabei meine eigene Tasse abzustellen – das tat ich nun etwas zu fest – sie klirrte gegen die Untertasse.
Beleidigt, möchte man sagen. So wie ich.

Ich überlegte kurz, ob ich etwas sagen sollte – vielleicht etwas Pädagogisches, das die Welt ein Stück vernünftiger machen würde. Aber dann fiel mir ein: Vernunft ist heute kein Verkehrsmittel mehr, sondern ein Hindernis auf dem Datenhighway. Also schwieg ich und trank meinen Kaffee, der mich in seiner Temperatur an den Zustand öffentlicher Debatten erinnerte – lauwarm und leicht bitter.

„Ok, Boomer“ – das ist ja inzwischen der Universalverschluss für Gespräche, die zu anstrengend werden könnten. Früher sagte man nicht bloß irgendein Kürzel um damit ein „Augenbrauenhochziehen“ zu verbalisieren – man versuchte noch, einander zu überzeugen. Heute ersetzt man das durch ein Meme und hält sich auch noch für schlagfertig.

Ich selbst bin gar kein Boomer – streng genommen Generation X. Aber offenbar reicht es inzwischen, einen vollständigen Satz zu bilden oder eine Erinnerung an analoge Zeiten zu besitzen, um als prähistorisch zu gelten. Man braucht nur einmal das Wort „Telefonhörer“ zu sagen, und schon sieht man in den Augen der anderen diese Mischung aus Mitleid und Faszination – als hätte man erzählt, man habe früher mit Rauchzeichen kommuniziert.
Ich fragte mich, wann genau das eigentlich angefangen hatte – dass Menschen nicht mehr mit Argumenten, sondern mit Etiketten antworten.
Zu meiner Zeit musste man sich wenigstens noch die Mühe machen, jemandem zu widersprechen. Heute reicht ein Schlagwort, und schon ist man aus der Verantwortung entlassen.

„Ok, Boomer“ – das ist nicht mehr Meinung, das ist eine Haltung auf Energiesparmodus.
Man will gar nicht verstehen, man will recht haben, und zwar mit minimalem Aufwand.
Eine Art intellektuelles Fast Food: schnell, heiß serviert und nach zehn Minuten verdaut.
Ich erinnerte mich an eine Zeit, in der man sich noch auf Diskussionen freute – weil man glaubte, daraus klüger hervorzugehen.
Heute fürchtet man sie, weil man danach anders denken müsste.

Vielleicht liegt das an diesen Generationenschubladen – Boomer, X, Y, Z, Alpha – eine Art gesellschaftliche Parkordnung.
Man stellt sich in die eigene Spur und hupt auf alles, was quersteht.
Und wer keinen Buchstaben findet, bleibt eben liegen, mit Warnblinker der Weltanschauung.

Ich gehöre, streng nach Kalender, zur Generation X.
Das bedeutet, ich weiß noch, wie man einen Bleistift spitzt, eine CD brennt und wie man am Geräusch eines Modems erkennt, wie gut die Verbindung ist.
Und trotzdem soll ich nun ein Boomer sein – eine Art verbalisiertes mitleidiges Augenrollen, das sich als Argument tarnt?

„Ok, Boomer“ – das ist kein Widerspruch, das ist ein Abwehrzauber:
Man muss nichts erklären, weil der andere ja aus der falschen Fossilschicht stammt.
Gespräch beendet, Erkenntnis vertagt, Gegner versteinert.
Es wäre nicht ich, würde ich mich nicht auch diesmal in eine Geschichte flüchten.
Am Nebentisch sprachen die jungen Leute inzwischen über den Trumpismus in den USA – mit Erklärungen, die klangen, als hätte man sie im Sonderangebot für generische Meinung gekauft – wie schlecht auswendig gelernte Liedtexte, bei denen man nur noch den Refrain mitsummen kann.
Ich musste regelrecht untertauchen, um dem zu entkommen.

So stellte ich mir also vor, der Sache amtlich auf den Grund zu gehen, und begab mich ins „Amt für Generationenzuteilung und Sündenbockverwaltung“.
Ein großes Gebäude, Baujahr Irgendwann, leicht vergilbt, aber mit moderner Beschilderung: „Bitte treten Sie ein, wir sortieren Sie gleich zu.“
Am Eingang saß ein Portier, Jahrgang 1959 oder wesentlich früher, mit dem Ausdruck eines Mannes, der schon alles gesehen hat – und nichts davon beeindruckend fand.

Er ließ mich durch zu Frau Schubladke, der Sachbearbeiterin für Generationenfragen.
Sie trug einen streng gezogenen Dutt, einen leicht tadelnden Gesichtsausdruck und ein Namensschild, das bereits alles erklärte: „Emilie Schubladke, Referat für eindeutige Zuordnungen.“

„Ich möchte mich beschweren“, begann ich. „Ich werde ständig als Boomer bezeichnet, gehöre aber zur Generation X, wobei… eigentlich mag ich diese Zuteilung auch nicht.“

Frau Schubladke lächelte dienstlich. „Kein Problem. Wir führen hier alle gängigen Zuordnungen: Boomer, X, Y, Z, Alpha und – brandneu – Beta, für alle, die ein Update brauchen. Möchten Sie ein Upgrade oder ein Downgrade?“

„Vielleicht ein Opt-out – oder, wie wir früher sagten: einfach raus aus dem Unsinn?“

„Oh, das Formular 12-O-NEIN. Sehr selten. Aber Sie wissen schon: Ohne Schublade fehlt die Zugehörigkeit. Und ohne Zugehörigkeit…“
Sie ließ den Satz in der Verwaltungsluft hängen, als sei Zugehörigkeit eine Steuer, die man ungern erlässt.

Sie schob mir stattdessen eine Broschüre zu: „Ihr persönliches Generationserlebnis – jetzt mit Vorurteilen zum Ausschneiden!“
Darin: Bastelvorlagen für Stereotype. Boomer: „mag Einfamilienhäuser und Festnetz“. GenX: „ironisch seit 1965“. Millennials: „hat Pflanzenkinder“. GenZ: „isst Avocado im Homeoffice der Seele“.

Ich merkte, wie sich mein innerer Loriot zusammen zog.

Gute Arbeit soll sich lohnen!

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„Sehen Sie“, sagte ich, „das Problem ist nicht, welcher Buchstabe auf meinem Rücken klebt, sondern dass jeder Buchstabe wie ein Freifahrtschein für schlechte Manieren benutzt wird. Statt „Ich widerspreche dir aus Gründen A, B, C“ heißt es: ‚Ok, Boomer‘ – meint also: ‚Halt die Klappe, du bist eh schon obsolet.‘ Das ist kein Argument, das ist Abkürzung pur.“

Frau Schubladke nickte, öffnete eine Schublade (natürlich) und holte ein laminiertes Kärtchen hervor: „Der sogenannte Diskurs-Kürzelturbo. Hilft, Gespräche schneller zu beenden. Empörung ist schließlich das neue Zuhören.“
Ich sah auf das Kärtchen. Darauf ein QR-Code und der Hinweis: „Für Fortgeschrittene mit Diskursmüdigkeit.“

„Und was passiert, wenn man das benutzt?“, fragte ich.

„Dann“, sagte Frau Schubladke, „dürfen Sie jedes Gespräch nach maximal zwei Sätzen abbrechen und sich moralisch im Recht fühlen. Es gilt als abgeschlossen, sobald einer das Wort ‚Problematisch‘ ausspricht.“

Sie legte eine zweite Karte daneben. „Optional können Sie den Ironie-Verdacht dazubuchen. Damit werden sämtliche Aussagen des Gegenübers automatisch relativiert.“

Sie beäugte mich leicht ironisch: „Die jungen Leute erhalten den Diskurs-Kürzelturbo heute ja automatisch mit ihrem ersten Handy.“

Ich nickte. „Und wir Älteren?“

„Sie können den Nachtrag beantragen“, sagte sie, „unter ‚Nachschulung zur diskursiven Verkürzung‘.“

Ich seufzte. Früher bekam man mit dem ersten Telefonanschluss noch ein Gespräch, heute gibt’s nur noch den Abbruch inklusive.

Ich schlug vor, man könnte doch eine Generationskonferenz einberufen. „Wir setzen alle in einen Raum, verteilen Kekse und lassen sie ihre Lieblingsprobleme tauschen.“

„Das hatten wir schon“, sagte Frau Schubladke. „Es endete in einem Sit-in mit glutenfreien Keksen und einer Polonaise zu ‚Smells Like Teen Spirit‘. Die Boomer waren beleidigt, weil die Musik zu jung war, die GenZ, weil sie zu alt war, und die Millennials, weil die Playlist nicht kuratiert war.“

„Vielleicht ist das ganze Buchstabensystem das Problem?“ sagte ich. „Es verhält sich wie ein Horoskop: gerade so präzise, dass man sich erkannt fühlt, aber so weich, dass jeder reinpasst. Eine Art Sternzeichen mit Excel-Anschluss.“

„Das ist aber praktisch“, entgegnete sie. „Die Menschen lieben Ordnung. Und einen Schuldigen. Generationen sind ideale Transportbehälter für beides. Wenn etwas schiefgeht, mäandert die Verantwortung wie ein Paket ohne Adresse solange herum, bis sie in irgendeiner Boomer-Garage landet. Oder in einer GenZ-Cloud.“

Mein Ausflug ins Ironische brachte also auch keine Erkenntnis.

Ich merkte, ich brauchte einen Feldversuch.
Ich saß noch immer da, der Kaffee längst kalt, Frau Schubladke und ihr Amt verblassten langsam in meinem Kopf.
Am Nebentisch saßen noch immer die beiden Studierenden, diskutierten gerade die Rückständigkeit des Uni-Lehrplans – „Ich mein ja, was soll man denn noch lernen, wenn alte weiße Knacker den Lehrplan machen? Wissenschaft anno domini 1800?“

Ihre ersten Tassen standen noch immer leer und verklebt vor ihnen.
Der Barista sah kurz zu mir herüber, ein Blick zwischen Resignation und stillem Dienstethos.
Ich atmete durch und wandte mich an den Tisch nebenan.
„Entschuldigung“, sagte ich freundlich, „der Herr dort hätte gern, dass Sie Ihr Geschirr zurückbringen, wenn sie sich neue Getränke holen – ist das zuviel verlangt?“

Sie blickten auf, leicht irritiert, als hätte Netflix gerade eine Unterbrechung angekündigt.
„Ok, Boomer?“, fragte der eine zögernd.

Ich lächelte. „Fast“, sagte ich. „Aber diesmal wirkt’s nicht.“

„Was ist Ihr Problem mit: ‚Ok, Boomer‘?“ fragte ein anderer Studierender hinter mir aus der Ecke.
Leicht aggressiv, möchte ich anmerken.

„Dass es tut, als sei das Baujahr ein Gegenargument. Wenn mein Toaster von 1992 mein Brot besser röstet als die smarte Heißluft-Sinnkrise von heute – ist mein alter Toaster deshalb moralisch rückständig? Bloß weil er nur ein einfaches Gerät ist?“
Ich sprach über meine Schulter, ohne den Kopf zu drehen.

Draussen bellte ein Hund, zustimmend. Eine andere Gästin hob die Hand. „Aber ist ‚Boomer‘ nicht manchmal auch nur ein Witz?“

„Ja“, sagte ich. „Aber man sollte Witze nicht als Vorschlaghammer benutzen. Humor ist Skalpell, kein Traktor. Wenn wir jedes Staunen über die Welt mit ‚Ok, Boomer‘ wegbügeln, verlieren wir die Fähigkeit, uns zu wundern – und das ist die einzige Energiequelle, die nie durch fossile Brennstoffe ersetzt wurde.“

Die Studierenden vom Nebentisch fassten sich: „Also sollen wir Boomersensibel sprechen?“

„Nein“, sagte ich. „Sprecht pointiert! Und begründet. Ihr pocht darauf, zu sein, was ihr sein möchtet – das ist euer gutes recht – aber gleichzeitig gestattet ihr einem älteren Menschen nicht seine Würde? Wenn euch jemand ‚Ok, GenAlpha‘ ins Gespräch kippt, würde euch das doch auch stören, oder nicht? Warum fragt ihr nicht nach Argumenten und versucht sie zu widerlegen?“

„Das klingt nach Arbeit“, murrte einer.

„Ja“, sagte ich. „Diskutieren ist Handwerk. Wer nur Buzzwords benutzt, baut mit Schaumstoff. Hält zwar warm, trägt aber nichts.“

Es wurde still. Dann fragte eine junge Dame: „Und was sind Sie jetzt, wenn nicht Boomer?“

Ich überlegte. „Ich bin gern Gen Jetzt. Wir treffen uns in der Gegenwart, tragen gelegentlich Zweifel als Accessoire und sprechen in ganzen Sätzen. Eintritt frei, aber mit Begründungspflicht.“

Ein junger Mann grinste. „Klingt wie ein Start-up.“

„Vielleicht sogar wirklich“, sagte ich lächelnd. „Oder eher noch wie ein Reparaturcafé für Weltbilder. Man bringt die eigenen Vorurteile mit, wir schrauben gemeinsam, und wenn’s wieder zusammengesetzt ist, fällt irgendwo eine Schraube heraus – die heißt Humor.“

Die Studierenden nickten zögernd, als hätten sie verstanden – oder wenigstens aufgehört, sich zu verteidigen.
Da spürte ich, wie die Grenze zwischen meinem Gedankenspiel und der Wirklichkeit zu flimmern begann.
Vielleicht lag es am Koffein, vielleicht an der plötzlichen Stille – aber es war, als würde die Tür des „Amts für Generationenzuteilung“ ganz sachte aufgehen.

Und tatsächlich: Frau Schubladke kommt aus dem Amt herübergeschlendert und zoge ein neues Formular aus ihrer Handtasche.
„Selbstzuweisung: Gen Jetzt. Keine Altersbeschränkung, keine Sündenbockgarantie. Nur ein Feld: ‚Begründung hier eintragen‘.“

Ich füllte es aus. Als Motivation schrieb ich:
„Weil ich lieber mit dir rede – als über dein Geburtsjahr.“

Ich reichte das Formular zurück – Frau Schubladke lächelte, die Studierenden ebenfalls.
Für einen Augenblick schien das Café stillzustehen, als hätte jemand die Lautstärke der Welt kurz heruntergedreht.
Es war kein Einverständnis, eher ein gemeinsames Innehalten – ein kleines „Vielleicht“.

Ich zahlte meinen Kaffee, ging hinaus und nahm mir vor, das mit dem GenJetzt ernst zu meinen.

Später am Abend scrollte ich durch Kommentare im Netz.
Irgendwo stand wieder: „Ok, Boomer.“
Ich antwortete, vermutlich töricht, aber heiter: „Ok, Gespräch? Sag mir, wo ich falsch liege.“
Es blieb erstaunlich ruhig.

Vielleicht, weil der Algorithmus gerade Mittagspause hatte.
Vielleicht, weil totschweigen auch eine Methode ist, nicht diskutieren zu müssen.
Oder weil Differenzierung anstrengend ist?
Nun gut.

In meinem Postfach lag später aber doch eine Nachricht: „GenJetzt – wie tritt man bei?“
Ich schrieb zurück: „Man fängt an.“

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